Erbschaftssteuer

Erbschaftssteuer ist grundsätzlich von jedem durch eine Erbschaft Begünstigten zu zahlen. Die Festsetzung einer Erbschaftssteuer erfolgt nur, wenn bestimmte persönliche Freibeträge überschritten sind, die sich nach dem Verwandtschaftsverhältnis zum Erblasser richten.

Jede Erbschaft, die der Erbschaftssteuer unterliegt, muss vom Erben innerhalb von drei Monaten dem für die Erbschaftssteuer zuständigen Finanzamt angezeigt werden. Die Zuständigkeit richtet sich nach dem letzten Wohnsitz des Erblassers, ersatzweise des Erben oder des Orts, an dem sich das vererbte Vermögen befindet.

Ist an einem Erbfall ein ausländischer Erbe beteiligt, haften die Vermögensverwalter und – verwahrer (insbesondere Banken) sowie die Versicherungsunternehmen für die Erbschaftssteuer, wenn sie das von ihnen verwaltete oder verwahrte Vermögen vor Entrichtung der Erbschaftssteuer einem ausländischen Berechtigten auszahlen oder zur Verfügung stellen. Zur Vermeidung der Haftung wird in diesen Fällen eine erbschaftssteuerliche Unbedenklichkeitsbescheinigung angefordert.

Die Unbedenklichkeitsbescheinigung erteilt das für die Erbschaftssteuer zuständige Finanzamt. Sie wird ausgestellt, sobald nach Prüfung der Unterlagen die festgesetzte Erbschaftssteuer bezahlt ist oder festgestellt wird, dass keine Erbschaftssteuer anfällt.