Kurzaufenthalte bis 90 Tage (Schengen-Visa)

Voraussetzung für die Erteilung von kurzfristigen Visa (Schengen-Visa)

Seit dem 5. April 2010 bildet die Verordnung (EG) Nr. 810/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 13. Juli 2009 über einen Visakodex der Gemeinschaft (Visakodex) die in sämtlichen Schengen-Staaten unmittelbar geltende europarechtliche Grundlage für die Erteilung von Visa für die Durchreise durch das Schengen-Gebiet oder für kurzfristige Aufenthalte im Schengen-Gebiet von höchstens 90 Tagen je Sechsmonatszeitraum.

Ein Anspruch auf Erteilung eines Schengen-Visums besteht nicht.

Das Vorliegen folgender Visumerteilungsvoraussetzungen muss von der Auslandsvertretung bei jedem einzelnen Visumantragsteller positiv festgestellt werden:

            - Plausibilität und Nachvollziehbarkeit des Reisezwecks in Deutschland

            - Finanzierung der Lebenshaltungs- und Reisekosten aus eigenem Vermögen bzw. Einkommen

            - Bereitschaft des Visuminhabers, vor Gültigkeitsablauf des Visums wieder aus dem Schengen-Raum auszureisen,

            - Vorlage einer für den gesamten Schengen-Raum und für die gesamte Aufenthaltsdauer gültigen Reisekrankenversicherung mit einer Mindestdeckungssumme von 30.000 Euro.

Ist der Nachweis einer eigenen Finanzierung nicht möglich, kann die Finanzierung durch Abgabe einer förmlichen Verpflichtungserklärung gemäß §§ 66, 68 des Aufenthaltsgesetzes durch eine dritte, in Deutschland wohnhafte Person nachgewiesen werden. Zuständig zur Entgegennahme einer solchen Erklärung ist in der Regel die Ausländerbehörde am Wohnort des sich Verpflichtenden.

In der rechten Randspalte finden Sie nähere Informationen über die Voraussetzungen, die Bearbeitungsdauer, vorzulegenden Unterlagen und Gebühren.

Durch die verstärkte Erteilung von Visa, die innerhalb einer langfristigen Gültigkeitsspanne zu mehrfachen Kurzaufenthalten im Schengenraum berechtigen, kann die häufige Neubeantragung von Visa vermieden werden. Von dieser Möglichkeit können insbesondere Personen profitieren, die aus beruflichen oder privaten Gründen häufig reisen müssen und ihre Zuverlässigkeit durch legale Nutzung vorheriger Visa nachgewiesen haben.

Seit dem 05.09.2013 nehmen die Auslandsvertretungen bei der Entgegennahme von Visumanträgen die Fingerabdrücke der Antragsteller elektronisch auf. Nach einmaliger Abgabe der Fingerabdrücke wird die persönliche Vorsprache in der Auslandsvertretung zur Visumbeantragung nur noch im Ausnahmefall erforderlich sein. Eine erneute Biometrieerfassung ist erst nach Ablauf von fünf Jahren vorgesehen. Ausgenommen sind Kinder unter 12 Jahren, freizügigkeitsberechtigte Familienangehörige und Diplomaten zur Akkreditierung in Deutschland.

Personen, deren Einreise in den Schengen-Raum die Sicherheit oder die öffentliche Ordnung in den Schengen-Staaten gefährden würde oder die eine oder mehrere der oben genannten Erteilungsvoraussetzungen nicht erfüllen, können kein Visum erhalten.

Im Falle der Ablehnung eines Visumantrags werden dem Antragsteller die für die Ablehnung maßgeblichen Gründe mitgeteilt. Gegen die Entscheidung der Auslandsvertretung steht jedem Antragsteller der Rechtsweg offen.

Antragsverfahren

Wie beantrage ich das Visum?

FAQs Visa

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Fragen und Antworten zum Thema Visa

Sollte ihr beabsichtigter Gesamtaufenthalt in Deutschland maximal 90 Tage betragen, und sollte im Zusammenhang mit Ihrer bevorstehenden Reise eine besondere Eilbedürftigkeit hinsichtlich der Beantragung des notwendigen Visums bestehen, wenden Sie sich zwecks terminlicher Vereinbarung bitte per E-Mail an das Generalkonsulat.