Vaterschaftsanerkennung

Sind die Eltern zum Zeitpunkt der Geburt des Kindes nicht miteinander verheiratet, ist eine Vaterschaftsanerkennung erforderlich.

Eine Vaterschaftsanerkennung nach brasilianischem Recht ist möglich und auch in Deutschland rechtsgültig,
a) wenn das Kind seinen gewöhnlichen Aufenthalt in Brasilien hat oder
b) wenn der Vater brasilianischer (und nicht deutscher) Staatsangehöriger ist.
Ist die Mutter Deutsche, der Vater brasilianischer Staatsangehöriger, muss allerdings nach der brasilianischen Vaterschaftsanerkennung in der deutschen Auslandsvertretung noch die Zustimmung der Mutter beurkundet werden.

Eine Vaterschaftsanerkennung nach deutschem Recht ist möglich,

a) wenn das Kind, zu dem die Vaterschaft anerkannt werden soll, seinen gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland hat (seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat das Kind dort, wo es seinen tatsächlichen Lebensmittelpunkt hat, also dort, wo es wirklich lebt, unabhängig vom melderechtlichen Wohnsitz der Eltern) oder

b) wenn der anerkennende Mann deutscher Staatsangehöriger ist (auch wenn er außerdem eine fremde Staatsangehörigkeit besitzt) oder c) wenn der anerkennende Mann staatenlos, Asylberechtigter oder internationaler Flüchtling im Sinne von Artikel 12 der Genfer Flüchtlingskonvention ist und er seinen gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland hat.

Nähere Informationen, wie der Vater die Vaterschaft anerkennen kann, finden Sie im nebenstehenden Merkblatt zur Vaterschaftsanerkennung.

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