Scheidung

Anerkennung einer ausländischen Scheidung

Brasilianische und andere ausländische Scheidungsurteile werden in Deutschland auf Antrag gegenüber dem zuständigen deutschen Gericht anerkannt. Erst durch die Anerkennung ist die ausländische Entscheidung auch für den deutschen Rechtsbereich gültig.

Änderung des Scheidungsrechts

Am 21.06.2012 ist eine EU-Verordnung in Kraft getreten, wonach deutsche Gerichte künftig grundsätzlich nach dem Recht des Staates entscheiden, in dem die Ehegatten ihren gewöhnlichen Aufenthalt haben, und nicht mehr primär nach dem Recht der Staatsangehörigkeit. Die Ehegatten können jedoch das auf ihre Scheidung anwendbare Recht selbst bestimmen, indem sie eine Rechtswahl treffen.

Scheidungsrecht EU-Verordnung „Rom III“ [pdf, 16.19k]

Wiederannahme eines früheren Namens

Nach deutschem Recht führt der verwitwete oder geschiedene Ehegatte den während der Ehe geführten Namen auch nach deren Beendigung weiter. Er hat allerdings das Recht, durch Erklärung gegenüber dem Standesbeamten seinen Geburtsnamen, oder, falls dieser vom Geburtsnamen abweicht, auch den vor der Ehe geführten Namen wieder anzunehmen. Dafür ist eine Erklärung gegenüber einem deutschen Standesbeamten notwendig.