Die Arbeit der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) in Brasilien

Brasilien befindet sich in einer enormen Umbruchsituation und wird von vielen heutzutage als Land der Zukunft im politischen und wirtschaftlichen Kräftespiel des 21. Jahrhunderts gesehen. Wesentlich für Brasiliens weitere Entwicklung wird auch die Verbesserung des Erziehungs- und Bildungssystems sein, an dem die Deutschen Schulen keinen unwesentlichen Anteil haben.

Die meisten Deutschen Schulen in Brasilien sind Einwandererschulen, die zwischen1860 und 1925 überwiegend in den südlichen Bundesstaaten gegründet wurden. Aufgrund der weltpolitischen Lage wurden diese Schulen 1939 umbenannt und nationalisiert. Deutsch war verboten und konnte erst ab 1948 wieder als Wahlfach eingeführt werden.

Heutzutage werden in Brasilien rund 130 Schulen mit Deutschunterricht von der ZfA betreut, wobei eine große Zahl dieser Schulen als Staatsschulen Deutsch nur noch auf einem Anfängerniveau anbietet.

Schwerpunkt der bundesdeutschen Förderung und des Personaleinsatzes mit ca. 70 deutschen Lehrkräften sind daher 23 Privatschulen mit rund 24.000 Schülern, die zu den Eliten des brasilianischen Schulwesens zählen. Alle Schüler dieser Schulen lernen Deutsch, die meisten schließen die Schule zugleich mit dem Erwerb des Deutschen Sprachdiploms der Kultusministerkonferenz ab (ca. 2.500 Prüfungen auf den Stufen B1-C1 pro Jahr). An vier deutschen Auslandsschulen in São Paulo (2), Rio und Valinhos bestehen jährlich rund 100 Schüler die Hochschulreifeprüfung bzw. die Fachhochschulreifeprüfung. Auch wenn brasilianische Familien traditionell ihre Kinder lieber im eigenen Land studieren lassen, steigt die Zahl an Schülern, die ein Studium in Deutschland aufnehmen.

98 Prozent aller Schüler an den Schulen mit Deutschunterricht sind Brasilianer. Das Interesse an Deutsch und einem Studium in Deutschland ist in den letzten Jahren beständig gestiegen, da die Kenntnis von Fremdsprachen wie auch ein Auslandsstudium als Bildungs- und Wettbewerbsvorteil in einer zunehmend globalen Gesellschaft gesehen wird.

Wolfgang Theis

Das DSD-Programm der ZfA

Das Deutsche Sprachdiplom der Kultusministerkonferenz (DSD) ist eine 1972 von der Kultusministerkonferenz der Länder der Bundesrepublik Deutschland (KMK) geschaffene Sprachprüfung für Schüler im Ausland. Inhaber des Sprachdiploms Stufe II haben nachgewiesen, dass ihre Deutschkenntnisse für ein Studium an einer deutschen Hochschule ausreichen. Die ansonsten erforderliche Sprachprüfung bei Einschreibung an einer deutschen Universität muss nicht abgelegt werden.

Die ZfA und das DSD-Programm

ZfA-Schulmanagement weltweit

Kontakt

Wolfgang Theis, ZfA

Wolfgang Theis
Regionaler Koordinator für Lateinamerika /
Fachberater für São Paulo, Paraná und Rio d.J.
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