Zusammenarbeit für nachhaltige Entwicklung

In keinem anderen Land der Erde gibt es so viele Pflanzen- und Tierarten wie in Brasilien. Der amazonische Regenwald ist die größte Kohlenstoffsenke weltweit. Obwohl ein Großteil der Energie in Brasilien bereits aus klimaschonenden erneuerbaren Quellen stammt, bietet Brasiliens Reichtum an Wasser, Wind, Sonne und Biomasse enorme weitere Potenziale zur umweltfreundlichen Energieerzeugung. Kurzum: Brasilien ist für den Erhalt der Artenvielfalt und die Stabilisierung des Klimas ein Land von herausragender Bedeutung. Die nationalen Politiken Brasiliens in diesen Bereichen haben globale Relevanz und Brasilien hat sich auch international ambitionierte Ziele gesetzt – zuletzt im Rahmen des Klimaabkommens von Paris (NDC).

 

Deutschland wiederum ist mit seinen Innovationen in der Klima- und Umwelttechnologie, mit der „Energiewende“ und mit seinen Anstrengungen zum Umbau der Wirtschaft in eine „Green Economy“ weltweit führend. International engagiert sich Deutschland in hohem Maße für die nachhaltige Entwicklung, insbesondere für den Schutz des Klimas und den Erhalt der Artenvielfalt. Vor diesem Hintergrund konzentriert sich auch die entwicklungspolitische Zusammenarbeit mit Brasilien auf die gemeinsame Bearbeitung dieser globalen Themen - Klima- und Biodiversitätsschutz. Inhaltliche Schwerpunkte der umfangreichen Zusammenarbeit für nachhaltige Entwicklung (ZnE) sind der Schutz und die nachhaltige Nutzung des Tropenwaldes und die Förderung von erneuerbaren Energien und Energieeffizienz.

 

Mit einer Fläche von 4,8 Millionen km² umfassen die brasilianischen Tropenwälder rund zehn Prozent der weltweiten Tropenwaldfläche, und mit 2,5 Millionen Tier- und Pflanzenarten machen sie Brasilien zum artenreichsten Land weltweit. Sie sind ein gigantischer Kohlenstoffspeicher und regulieren regionale und globale Wasserkreisläufe. Deutschland kooperiert seit den 90er Jahren mit Brasilien zum Erhalt der Tropenwälder und engagiert sich heute in den Bereichen Schutzgebietsmanagement, Boden- und Landrechtsfragen, nachhaltige Nutzung (Produktion und Vermarktung) natürlicher Ressourcen, Wiederherstellung, Management von Indigenen-Gebieten und Klimafinanzierung im Rahmen von REDD+ (Reducing Emissions from Deforestation and Forest Degradation).

 

Durch Beratung, Finanzierung und Pilotierung von Anlagen in den Bereichen Windkraft, Photovoltaik, Biogas, 'Concentrated Solar Power' und Energieeffizienz unterstützt Deutschland die Etablierung eines klimafreundlichen Energiemixes in Brasilien. Im Sinne der bei den Regierungskonsultationen verabschiedeten 'Gemeinsamen Absichtserklärung zur Zusammenarbeit im Rahmen einer Deutsch-Brasilianischen Urbanisierungspartnerschaft' rücken dabei zunehmend auch Fragen einer energieeffizienten und nachhaltigen Stadtentwicklung in den Fokus.

 

Angesichts der Entwicklungserfolge Brasiliens spielen auch Dreieckskooperationen zur Weitergabe der eigenen Erfahrungen eine Rolle in der Kooperation.

Erneuerbare Energien und Energieeffizienz in Brasilien

Der wirtschaftliche Aufschwung Brasiliens hat zu einem rasant wachsenden Energie­bedarf geführt. Entsprechend hat auch der Beitrag der Energieproduktion zur CO2-Bilanz des Landes in den letzten Jahren...

Schutz und nachhaltige Nutzung des Tropenwaldes

Brasilien ist aufgrund seines Reichtums an tropischen Regenwäldern und biologischer Vielfalt ein zentraler Partner Deutschlands bei der Erreichung seiner internationalen Klima- und Biodiversitätsziele...

Nachhaltige Entwicklung

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