Bilaterale Wirtschaftsbeziehungen

Brasilien ist mit 8,547 Mio. Quadratkilometern das fünftgrößte Land der Erde mit der fünftgrößten Bevölkerung (201 Mio.). Es ist ein junges Land mit einer immer noch wachsenden Bevölkerung. Brasilien ist Deutschlands wichtigster Handelspartner in Lateinamerika.  Der bilaterale Außenhandel hat sich über beide Jahrzehnte in beide Richtungen positiv entwickelt mit einem zeitweisen Rückgang im Zuge der Wirtschafts- und Währungskrise. Zuletzt hat die Dynamik aber nachgelassen.

Brasilien exportiert nach Deutschland vor allem Eisenerz, Soja und Sojaprodukte, Kaffee und Kaffeeprodukte, Kfz.-Teile, Zivilflugzeuge, Maschinen, Fleisch, Kupfer und Rohöl. Bei den brasilianischen Importen aus Deutschland dominieren Maschinen, Autos und Autoteile, chemische Grundstoffe, pharmazeutische Produkte, Elektrotechnik und Metallwaren.

In Brasilien beschäftigen über 1.300 deutsch-brasilianische Unternehmen ca. 250.000 Menschen. São Paulo ist mit ca. 900 deutsch-brasilianischen Unternehmen einer der großen Standorte der deutschen Wirtschaft weltweit. Brasilianische Direktinvestitionen in Deutschland waren bisher nur in bescheidenem Umfang zu verzeichnen. Die massive Präsenz deutscher Unternehmen in Brasilien und ihre Waren-/Güterproduktion im Lande erklären auch, warum das bilaterale Handelsvolumen nicht noch höher ausfällt.

Die deutsche Außenwirtschaft verfügt in Brasilien über deutsch-brasilianische Industrie- und Handelskammern mit Sitz in São Paulo, Rio de Janeiro und Porto Alegre sowie über einen Korrespondenten der Germany Trade and Invest (gtai) in São Paulo. Die Außenhandelskammern stellen umfangreiches Informationsmaterial für deutsche Exporteure und Investoren bereit, u. a. die Broschüren "Exporthandbuch Brasilien", "Investitionshandbuch Brasilien" sowie „Fit4Brazil“ und stehen für jegliche investitionsbezogenen Auskünfte zur Verfügung.

Zur Vertiefung der bilateralen Wirtschaftsbeziehungen finden jährlich deutsch-brasilianische Wirtschaftstage mit Unternehmertreffen statt. Sie werden durch den Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und den Brasilianischen Industrieverband (Confederação Nacional da Indústria – CNI) organisiert. Damit verbunden tagt die Deutsch-Brasilianische Gemischte Kommission für Wirtschaftliche Zusammenarbeit.

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