Verdienstorden am Bande für den langjährigen Honorarkonsul in Ribeirão Preto, Rudolf Schallenmüller

. Bild vergrößern (© Deutscher Honorarkonsul in Ribeirão Preto) Am 10. Dezember 2014 übergab der deutsche Generalkonsul in São Paulo, Friedrich Däuble, das von Bundespräsident Joachim Gauck verliehene Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an den deutschen Honorarkonsul in Ribeirão Preto, Rudolf Schallenmüller. . Bild vergrößern (© deutscher Honorarkonsul in Ribeirão Preto )

In einer feierlichen Ansprache verdeutlichte Generalkonsul Däuble vor Gästen und Medienvertretern, wie erfolgreich sich Herr Schallenmüller seit 1987 für die Belange der Bundesrepublik Deutschland und für die deutsch-brasilianischen Beziehungen im Amtsbezirk eingesetzt hat.

Lesen Sie untenstehend die Rede von Generalkonsul Friedrich Däuble anlässlich der Verleihung des Verdienstordens an Honorarkonsul Rudolf Schallenmüller in Ribeirão Preto:

Sehr geehrter Honorarkonsul Schallenmüller,

Sehr geehrte Damen und Herren,

Liebe Gäste,

Verdienstorden am Bande Bild vergrößern (© GK São Paulo) sechzehn Jahre sind eine lange Zeit, besonders für uns Diplomaten, denn wir rechnen in Standzeiten von drei Jahren. So bekommen wir zwar viel von der Welt zu sehen, haben aber auch einen sehr schnelllebigen Rhythmus inne. Immer, wenn wir uns an einen Ort gewöhnt haben und uns richtig zu Hause fühlen, geht es schon wieder weiter. Sie, lieber Herr Schallenmüller, haben schon lange Ihr zu Hause hier im schönen Ribeirão Preto gefunden. Und seit sechzehn Jahren vertreten Sie hier vor Ort als Honorarkonsul die Belange der Bundesrepublik Deutschland.

 

Dafür möchte ich Ihnen im Namen der Bundesregierung recht herzlich danken. Das Schöne ist, dass wir für herausragende Verdienste ein ganz besonderes Dankeschön zur Verfügung haben: das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, das ich Ihnen heute übergeben werde.

 

Ich freue mich sehr, dass ich diese Übergabe endlich mit einer Dienstreise hier in das wundervolle Ribeirão Preto verbinden kann. Ihnen noch einmal herzlichen Dank für die Einladung! Dem Auswärtigen Amt und mir persönlich als Generalkonsul ist es ein großes Anliegen, die Beziehungen zu unseren Honorarkonsuln so eng wie möglich zu gestalten. Ich denke, das haben wir auch mit der Konsularkonferenz deutlich gemacht, die wir im November bei uns im Generalkonsulat Sao Paulo abgehalten haben und auf der wir uns mit den Honorarkonsuln, darunter selbstverständlich auch mit Ihnen Herr Schallenmüller, sehr anregend und fruchtbar über unsere Zusammenarbeit ausgetauscht haben.

 

„Honorarkonsularbeamte unterstützen unsere diplomatischen und berufskonsularischen Auslandsvertretungen bei der Pflege der Beziehungen zum Gastland auf vielfältige Weise.“ So heißt es im Beamtendeutsch im entsprechenden Runderlass des Auswärtigen Amtes. Sie, lieber Herr Schallenmüller, füllen diese Worte seit sechzehn Jahren mit Leben, in dem Sie nicht nur rechtskonsularische Aufgaben wahrnehmen, sondern sich gleichzeitig für die deutsche Sprache und Kultur in Ihrem Amtsbezirk einsetzen.

 

Zu all dem wäre es wohl nicht gekommen, wenn Sie sich nicht 1978 nach Abschluss Ihres Lehramtsstudiums und Referendariats dazu entschlossen hätten, mit Ihrer brasilianischen Frau nach Brasilien überzusiedeln. Zunächst haben Sie hier vor Ort die Kinder der deutschen Angestellten der Firma ABB unterrichtet. In dieser Zeit haben Sie auch Ihr Sprachinstitut IEBA gegründet, das den Brasilianern hier im mittleren Norden des Bundesstaats Sao Paulo nicht nur die deutsche Sprache, sondern auch die deutsche Kultur vermittelt. Diese Aufgabe erfüllen Sie in enger und hervorragender Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut in São Paulo.

 

Ab 1987 haben Sie sich dazu bereit erklärt, als Vertrauensperson des Generalkonsulats in der Region tätig zu sein. Im Jahre 1998 wurden Sie dann unter Berufung in das Beamtenverhältnis als Ehrenbeamter zum Honorarkonsul ernannt. In dieser Funktion setzen Sie sich neben der Erledigung der rein konsularischen Aufgaben ganz besonders für die Zusammenarbeit zwischen Universitäten sowie für die DAAD-Stipendiumsberatung und -  im Zusammenspiel mit dem Goethe-Institut - die Deutschlehrerausbildung ein. Ihrer eigenen Liebe zur Musik folgend vermitteln Sie erfolgreich klassische Künstler aus Deutschland für Auftritte in Ribeirão Preto und São Paulo und werben um Sponsorengelder für diese Veranstaltungen. Dieses Engagement, das möchte ich hier noch einmal ausdrücklich erwähnen, ist auch für einen Honorarkonsul nicht selbstverständlich!

 

Ferner waren Sie uns bei den Besuchen etlicher deutscher Delegationen – darunter auch Ministerdelegationen – ein verlässlicher Partner. Generell war die Zusammenarbeit des Generalkonsulats mit Ihnen, Herrn Schallenmüller, als Honorarkonsul, stets sehr erfreulich und erfolgreich. Dafür von meiner Seite noch einmal ein ausdrückliches Dankeschön, auch im Namen der Kolleginnen und Kollegen in Sao Paulo. Aufgrund dieser guten und vertrauensvollen Zusammenarbeit freuen wir uns sehr, dass Sie sich auch über die Altersgrenze hinaus dazu bereiterklärt haben, weitere zwei Jahre für uns als Honorarkonsul tätig zu sein und uns somit noch ein wenig „erhalten bleiben“.

 

Lieber Honorarkonsul Schallenmüller,

 

Ich denke, durch meine Ausführungen ist klar geworden, wie sehr und wie gewinnbringend Sie sich ehrenamtlich für die Belange der Bundesrepublik Deutschland und die deutsch-brasilianischen Beziehungen in Ihrem Amtsbezirk einsetzen. Für Ihre langjährigen Verdienste ist eine angemessene Würdigung angezeigt. Und so ist es mir eine besondere Freude, Ihnen hier und heute das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland zu überreichen. Ich verlese jetzt die Verleihungsurkunde.

 

In diesem Sinne, herzlichen Dank für Ihr unermüdliches Engagement, herzlichen Glückwunsch und mindestens für die nächsten zwei Jahre ein ausdrückliches „Weiter so“!